Konfirmandengabe 2012
Schutz und Hilfe für Kinder in Brasilien
Probleme für Kinder in Brasilien
Mädchen, besonders aus ärmeren Verhältnissen, werden sehr früh schwanger und sind zu arm und unreif, um sich um die Kinder zu kümmern. Junge mittellose Familien verlassen ihr Dorf und ziehen in die Stadt, um dort Arbeit zu suchen und sich ein besseres Leben aufzubauen. Aber die Löhne sind niedrig. Beide Eltern müssen arbeiten gehen. Was machen die Kinder in dieser Zeit? Oft sind sie allein gelassen, niemand passt auf sie auf. Niemand kocht ihnen ein Essen. Schutzlos sind sie gewalttätigen Übergriffen auf der Straße ausgesetzt.
Das Projekt
Im „Katharina von Bora Haus“ in Blumenau (Bundesstaat Santa Catarina, Südbrasilien) wird Hilfe angeboten. Kleine Kinder erhalten zuverlässige Betreuung und Nahrung. Größere Kinder finden Schutz und Geborgenheit. Hier können die Kinder Verlässlichkeit erleben, die es im Alltag oft nicht gibt. Auch die Eltern erhalten Unterstützung in Vorträgen und Gesprächen über Kindererziehung, Hygiene, Ehefragen.
Carlos
Im Mai 2011 rief eine Krankenschwester in der Kindertagesstätte „Katharina von Bora“ in Blumenau (Südbrasilien) an, ob sie nicht ein Kind aufnehmen könnten, das erst ein Jahr alt ist. Carlos ist Sohn einer 15-jährigen Mutter, die mit 13 Jahren schwanger wurde. Der Vater ist Drogenhändler und sitzt im Gefängnis. Mutter und Kind wohnen bei der Großmutter, wo es sehr arm zugeht und schmutzig ist. Nachbarn sagten, dass das Kind aus Hunger viel geweint hat und verwahrlost war. Carlos wurde sofort in der Kita aufgenommen. Hier wurde er gebadet und bekam saubere Kleider. Täglich bekommt er ein warmes Essen. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die junge Mutter verschwunden ist. Nun sorgt die Großmutter allein für das Kind und bringt es täglich in die Kita. Carlos weint noch sehr viel, aber manchmal beim Spielen mit den anderen Kindern tollt er genauso herum und lacht und strahlt glücklich.
Probleme junger Menschen und Familien in Brasilien
Solche und ähnliche Schicksale gibt es immer wieder in Brasilien. Mädchen werden sehr früh schwanger und sind zu arm und unreif, um sich um die Kinder zu kümmern. Junge mittellose Familien verlassen ihr Dorf und ziehen in die Stadt, um dort Arbeit zu suchen und sich ein besseres Leben aufzubauen. Aber die Löhne sind niedrig. Beide Eltern müssen arbeiten gehen. Was machen die Kinder in dieser Zeit? Oft sind sie allein gelassen, niemand passt auf sie auf. Niemand kocht ihnen ein Essen. Schutzlos sind sie gewalttätigen Übergriffen auf der Straße ausgesetzt.
Ältere Kinder und Jugendliche treiben sich dann oft weiter herum. Sie kommen mit Drogen in Berührung. Jungs geraten in die Gefahr, durch Einbrüche und Drogenhandel kriminell zu werden. Mädchen droht, vergewaltigt zu werden oder in die Prostitution abzurutschen.
Hilfe in der Kindertagesstätte
Deshalb ist es wichtig, dass im „Katharina von Bora Haus“ Hilfe angeboten wird. Kleine Kinder erhalten zuverlässige Betreuung und Nahrung.
Größere Kinder finden Schutz und Geborgenheit. Sie können in aller Ruhe ihre Hausaufgaben machen und kommen deshalb besser in der Schule mit. Sie können basteln und miteinander spielen. Und sie können Gemeinschaft in einem Raum erleben, in dem sie vor Gewalt der Größeren geschützt sind und unbekümmert lachen und spielen können. Sie bekommen Zuwendung. In der Kita sind Menschen, die ihnen auch bei Problemen zuhören und heraushelfen. Hier können die Kinder Verlässlichkeit erleben, die es im Alltag oft nicht gibt.
Auch die Eltern erhalten Unterstützung. Viele sind mit dem Leben in der Großstadt überfordert. Sie können in Vorträgen und Gesprächen über Kindererziehung, Hygiene, Ehefragen ihre Probleme besprechen. Dabei können sie andere Eltern treffen und sich mit ihnen austauschen.
Viele der Kinder in der Kita kommen aus armen Familien, die die Beiträge nicht bezahlen können. Deshalb brauchen sie dringend finanzielle Hilfe.




