Brasilien

Gut mit dem Ball, gut in der Schule

Seit 20 Jahren gibt es in der Gemeinde Christo Redentor in Curitiba das Sozialprojekt Dorcas. Der Projektname geht zurück auf eine Jüngerin Jesu namens Tabita (altgriechisch: Dorkas), die „viele gute Werke tat und reichlich Almosen gab“ (Apg. 9,36).

Auch die Gemeinde in Curitiba versorgt seit 20 Jahren Bedürftige mit Kleidung, Lebensmitteln und anderem Notwendigen. Zunehmend rückten dabei Kinder und Jugendliche aus sozialschwachen Familien in den Blick. Der Leiterin des Projektes, Darclê Westphal da Cunha, liegen drei Dinge am Herzen: Musikalische und sportliche Angebote sollen die persönliche und soziale Entwicklung der Heranwachsenden fördern. Mit Hilfe christliche Werte sollen sie zu guten Bürgern werden. Und sie sollen vor häuslicher Gewalt geschützt werden.

Der MLV wird die Gemeinde bei einer Maßnahme im Rahmen des Projekts Dorcas unterstützen: Bom de Bola, Bom na Escola (Gut mit dem Ball, gut in der Schule)ermöglicht benachteiligten Kindern einen Zugang zum Fußball und hilft ihnen beim Lernen. Spielerisch üben sich die Kinder dabei in solidarischem rücksichtsvollem und friedfertigem Handeln ein.  

Ihre Spende hilft Kindern in Brasilien, die es schwer haben im Leben! (Stichwort: Dorcas, Curitiba) 

 

Besseres Leben durch Stipendium

Familie Teixeira da Silva ist eine bäuerliche Großfamilie im ländlichen Brasilien: Vater, Mutter und sieben Kinder. Zu Hause ist sie im Dorf Córrego Baixa Quente im Bundesstaat Minas Gerais. Auf gepachtetem Land pflanzen sie Reis und Mais an. Die Region ist immer wieder von Dürren betroffen. Die Erträge stellen kaum die eigene Versorgung sicher.

Der Hof liegt abgeschieden. Für die Kinder war es schwierig zur Schule zu gehen. Es reichte nur zum Grundschulabschluss. Weiter zu lernen oder eine Ausbildung zu machen, scheiterte auch am fehlenden Geld. Bis das Internato Rural ins Spiel kam, eine Einrichtung der lutherischen Kirche im 120 Kilometer entfernten Teofilo Otoni.

Heberson, der älteste Sohn, bekam in diesem Berufsbildungszentrum 2012 ein Stipendium, lernte Informatik und studiert jetzt Ingenieurwesen. Ein Jahr später kam Bruder Arlon und absolvierte eine Ausbildung zum Landwirt. Die Zwillinge Leandro und Leonardo wandeln seit letztem Jahr auf Arlons Spuren. „Gäbe es das Internato nicht, hätten wir Brüder da Silva keine Chance gehabt“, sagt Leandro. „Was ich hier lerne, wird das Leben unserer Familie verbessern.“

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie benachteiligten Jugendlichen eine solide Ausbildung, die Basis für eine bessere Zukunft. (Stichwort: Internat Teofilo Otoni)

 

Gemeindeaufbau im Armenhaus Brasiliens

Pastor Irno Prediger war von Anfang an dabei, als in den achtziger Jahren innerhalb der Lutherischen Kirche in Brasilien (IECLB) die Bewegung Missão Zero (Mission Null) entstand. Der Name war Programm: In Städten und Gegenden, wo die IECLB noch unbekannt war, sollten Menschen für den lutherischen Glauben gewonnen und neue Gemeinden gegründet werden. Ein weiterer Schwerpunkt lag von Beginn an auf Bildungsangeboten. Nach und nach verlagerten sich die Aktivitäten der Verantwortlichen aus dem Süden in den Sertão, das Armenhaus Brasiliens im Nordosten des Landes.

Für eine dieser kleinen Gemeinden, Teresina im Bundesstaat Piauí, ist seit kurzem Jefferson (22) verantwortlich – obwohl er sein Theologiestudium noch gar nicht abgeschlossen hat. Es ist schwer, ausgebildete Pastoren für den Dienst im Sertão zu gewinnen. Anders Jefferson: er kommt von hier und möchte das Gute, das er durch Mitarbeitende von Missão Zero erfahren durfte, nun an andere weitergeben. Irno Prediger wird Jefferson als erfahrener Mentor bei seinem Dienst begleiten. Der MLV hat beiden Unterstützung zugesagt und wird die Kosten für den Aufbau und die Betreuung von Gemeinden, Arbeitsmaterial und Reisekosten mittragen.

Mit Ihrer Spende helfen Sie, dass Menschen in lutherischen Gemeinden Heimat und Hilfe finden. (Stichwort: Missao Zero)