Brasilien

Kinder fürs Leben stärken

Diana Ludgeros Lebensgeschichte ist eng mit dem lutherischen Sozialzentrum Bom Samaritano (Barmherziger Samariter) in Rio de Janeiro verknüpft: „Als Kind besuchte ich diese Kindertagesstätte und habe dort viel Liebe erfahren. Die Mitarbeiter sorgten für unsere Gesundheit und gutes Essen. Wir wurden auf die Schule vorbereitet und lernten, andere wertzuschätzen und zu respektieren. Nach meiner Zeit im Bom Samaritano besuchte ich eine öffentliche Schule, schaffte mit viel Fleiß ein Studium und arbeite heute als Leiterin einer Bank. Mit meinem Einkommen kann ich meine Mutter, meinen Bruder und meine zwei Neffen unterstützen. Einer der beiden, Guilherme, besucht seit drei Jahren auch das Bom Samaritano, das noch immer eine segensreiche Einrichtung und für mich ein Symbol der Liebe und Solidarität ist.“

Täglich werden im Bom Samaritano um die 100 Kinder aus den umliegenden Favelas betreut und gefördert. Seit langem schon begleitet der MLV diese soziale Arbeit. Aktuell unterstützen wir ein einjähriges „Musikprojekt für die Inklusion“, das eine wertvolle Ergänzung zu den bestehenden Programmen ist. 

Ihre Spende hilft Kindern in Brasilien, die es schwer haben im Leben! (Stichwort: Bom Samaritano, Rio) 



Zukunft dank Ausbildung

Seit mehr als 20 Jahren ist Diakonin Elli Stoef der unermüdliche Motor im Casa da Esperança (Haus der Hoffnung). In dem lutherischen Sozialzentrum in Ceilândia haben viele vom Leben benachteiligte Menschen, Kinder und Erwachsene, eine gute Wendung in ihrem Leben erfahren. 

Eliane Cardoso zum Beispiel. Ihr Mann hatte sie und die beiden Kinder verlassen. Verzweifelt standen die drei eines Tages vor Ellis Tür; unterernährt, verwahrlost und ohne jegliche Perspektive. Als erste Maßnahme wurde die kleine Familie mit Kleidung, Essen und etwas Geld unterstützt, damit sie überleben konnte. Dann hat Eliane an einem Koch- und Backkurs im Haus der Hoffnung teilgenommen und ihn mit Zertifikat abgeschlossen. Heute arbeitet sie halbtags in einer Bäckerei. In ihrer Freizeit stellt sie eigene Backwaren her, die sich gut verkaufen lassen und das Einkommen zusätzlich aufbessern.

Die gesellschaftliche Situation in Brasilien ist derzeit sehr angespannt. Die Auswirkungen bekommt auch das Casa da Esperança zu spüren. Es gibt wieder mehr Hilfsbedürftige und gleichzeitig weniger Geld, egal ob von Staat, Kirche oder Privatspender. 

Mit Ihrer Hilfe kann der MLV diese segensreiche Arbeit weiter unterstützen. (Stichwort: Haus der Hoffnung, Ceilandia)



Weiterbildung für engagierten Gemeindeleiter 

Bei seiner letzten Brasilienreise lernte MLV Vorsitzender Wolfgang Hagemann Jeferson Lobo kennen. Der 23jährige kommt aus Teresina im Bundesstaat Piauí. Obwohl er kein Pfarrer ist, leitet er die kleine lutherische Gemeinde dort. Er tut das im Einvernehmen mit Missão Zero (Mission Null) - eine missionarische Bewegung innerhalb der Lutherischen Kirche in Brasilien. 

Teresina liegt im Sertão. Diese Region im Nordosten des Landes gilt als Armenhaus Brasiliens. Weil es schwer ist, ausgebildete Pastoren für den Dienst dort zu gewinnen,  begann Missão Zero mit der Gründung von Hauskreisen. Über diese Arbeit sollen Mitarbeitende gewonnen werden, die Teile der Gemeindearbeit übernehmen. So war es auch bei Jeferson. Das Gute, das ihm widerfahren ist, will er jetzt an andere weitergeben. 

Bei seinem Dienst in der Gemeinde wird Jeferson von einem erfahrenen Mentor begleitet. Um sich weiter fortzubilden, begann er in diesem Jahr mit einer vierjährigen biblisch-theologischen Ausbildung bei „ProSertao“ - eine Vereinigung verschiedener missionarisch ausgerichteter Organisationen, zu der auch Missão Zero gehört. 

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie Jefersons Weiterbildung, von der auch die   Geschwister in Teresina profitieren werden. (Stichwort: Ausbildung Jeferson)