Brasilien

Hilfe geht neue Wege

 

Acerte este Gol heißt ein neues Fußball-Projekt im Internato Rural in Teófilo Otoni. Wörtlich übersetzt heißt das: Schieße dieses Tor! Denkt man an die sozial benachteiligten Kinder und Jugendlichen, die an diesem diakonischen Programm teilnehmen, könnte man etwas freier übersetzen: Erreiche dein Ziel! Durch Fußball lernen sie, sich etwas zuzutrauen, sich Ziele zu setzen und wie man sie erreichen kann.

45 Jungen im Alter zwischen zehn und 17 Jahren werden zweimal wöchentlich professionell trainiert. Zuvor bekommen sie eine gesunde Mahlzeit, werden bei den Hausaufgaben unterstützt und erhalten Nachhilfe. Gemeinschaft unter Gottes Wort rundet das Programm ab. Es ist eine Chance für die Jugendlichen, wachsender Kriminalität und Verstrickungen in den Drogenhandel zu entkommen. Als Partner für dieses Projekt konnte der kommunale Kinder- und Jugendrat gewonnen werden.

„Es beeindruckt mich, wie positiv die Jungs sich entwickeln“, sagt Marie Esch, die sich im Internat ehrenamtlich als Beraterin engagiert. „Sie verbessern nicht nur ihre schulischen Leistungen, sondern auch ihr Sozialverhalten und haben so hoffentlich eine bessere Zukunft vor sich“.

Mit Ihrer Spende helfen Sie benachteiligten Jugendlichen in Brasilien zu einer besseren Zukunft (Stichwort: Teófilo Otoni)

 

Familienarbeit in der Favela

 

Diakonin Elli Stoef ist die gute Seele der Casa da Esperança* in Ceilândia. Sie begleitet vom Leben benachteiligte Kinder und Erwachsene und ermöglicht ihnen durch Schul- und Ausbildung neue Perspektiven. Seit 25 Jahren. Das *Haus der Hoffnung erlebte dabei einen Strukturwandel: Gab es früher Wohngruppen für Kinder, ist es heute ein Tageszentrum mit Kursangeboten für Groß und Klein.

Vor einigen Jahren kam die Familienarbeit in einer Favela am Rande der Stadt hinzu. Die Hilfe umfasst die elementaren Dinge des Lebens: Essen, Kleidung, Schulmaterial, Gesundheitsfürsorge. Elli Stoef hört den Menschen aber auch zu, berät bei Problemen und baut vor Ort kleine Projekte auf, wie z.B. Nähkurse und Nachhilfe.

Die Arbeit im Haus der Hoffnung und in der Favela wird von Spenden getragen. Doch Elli Stoef hat auch selbst pfiffige Ideen, um Gelder zu generieren. So bietet sie z.B. den Gästen beim Einheitsfest der Deutschen Botschaft in Brasίlia typisch deutsche Gerichte an. Apropos Botschaft: Im letzten Jahr besuchte Außenminister Maas das lutherische Sozialzentrum. Spontan lud er einige Kinder zum Fußballspielen nach Brasίlia ein und trat mit ihnen gemeinsam auf das runde Leder.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie in diesem Jahr die Familienarbeit in der Favela. (Stichwort: Casa da Esperanca, Brasilien).

 

Dem Glauben auf die Spur kommen

 

Die theologische Hochschule in São Bento hat mit Unterstützung des MLV den Glaubenskurs SPUR 8 vom Deutschen ins Brasilianische übersetzt. Die Idee war, TRILHA 8 als Mitarbeiterzurüstung in bestehenden Gemeinschaften der Gnadauer Brasilienmission (GBM) anzuzbieten. Nun zeichnet sich eine weitere Entwicklung ab: Durch den Kurs gelingt es, neue Menschen zu erreichen und mit ihnen über den Glauben ins Gespräch zu kommen.

Ein Beispiel: Daniel und Anna Radünz hatten an ihrem früheren Wohnort bereits TRILHA 8 Kurse durchgeführt. Als sie berufsbedingt nach Capinzal gezogen sind, gab es dort noch keine lebendige Gemeinschaft. Statt diese Situation zu beklagen, wagten sie mit TRILHA 8 einen Neuanfang. Ihr Resümee: „Obwohl wir noch nicht viele Menschen hier kannten, folgten 22 Interessierte unserer Einladung zum Glaubenskurs. Acht Wochen lang haben wir das Evangelium miteinander geteilt. Bei der letzten Einheit verteilten wir an alle Teilnehmenden eine Bibel. Viele hatten den Wunsch geäußert, die Bibel zu lesen. Nun hoffen wir, dass Gott diese kleine Pflanze wachsen lässt und hier in Capinzal eine neue Gemeinde entsteht“.

Dem Glauben auf die Spur kommen - gerne unterstützen wird dieses Projekt der GBM. Danke, wenn Sie uns dabei helfen! (Stichwort: Glaubenskurs, GBM)